Der Ring des Falken

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Korja Askradottir stellt sich vor

Hier seht ihr mich und mein Elenviner Vollblut Rastar "Ogerschreck" ben Movred. Ich reite noch nicht sehr lange, was man sicherlich sieht.

Doch nun setzt euch erst einmal an das warme Feuer. Ich werde euch meine Geschichte erzählen. Ich wurde im Haerad der großen Bärin an den Ufern der Gjalska unter dem Wolfsmond geboren. Meine Mutter Askra Hwednasdottir als Stammeskriegerin besiegte meinen Vater Helgi Oddasson im traditionellen Zweikampf. Rinder züchten und die Bullen treiben, das konnte er! Aber gegen Askra war er einfach zu langsam. Und so ward ich fortan Korja Askradottir genannt. Was war meine Großmutter stolz! Seit 7 Generationen hatten in ihrer Blutlinie die Frauen gesiegt.

Meine Kindheit verlief ruhig und behütet. Ich raufte mit den Jungen der Sippe und gewann fast jeden Kampf. Als ich 3 Sommer zählte wurde mein Bruder Tjalf geboren - und wieder gewann meine Mutter. Mein Vater sagte immer, in uns Frauen fließe ein starkes Blut, stärker noch als das der Männer. Ich nahm Tjalf unter meine Aufsicht und streifte mit ihm durch die Berge, wenn meine Mutter die Stammeskrieger unterrichtete. Askra führte viele Sommer lang die Krieger an und so war es kein Wunder, dass auch ich, als ich größer wurde, in ihre Lehre ging. Kurz nachdem meine Ausbildung zur Stammeskriegerin angefangen hatte, wurde Tjalf sehr krank. Sein Körper glühte wie von der Nachtschwarzen besessen. Bei Sindarra, wir dachten, er würde zu Zwanfir gehen. Doch die Geister waren gnädig und sein Odûn schenkte ihm Heilung. Die Branacha-Dûn war überrascht, dass sich Tjalfs Odûn in so jungen Jahren zeigte, erklärte dann aber nach einigen Befragungen der Geister, dass es sein Weg war, ein Durro-Dûn zu werden. Ich war wütend, weil er ein Durro-Dûn werden durfte und ich nur eine Stammeskriegerin! Doch meine Großmutter Hwedna Sigynsdottir nahm mich zur Seite und erklärte mir, dass die Frauen unserer Blutes immer stark gewesen waren und von den Geistern begleitet wurden. Der Kontakt zu den Odûn fiel ihnen jedoch schwer, im Gegensatz zu unseren Männern. Einige Monde später, als ich ein paar mal Tjalfs Ausbildung beobachtet hatte, war ich froh, eine Stammeskriegerin zu sein: Sie schleppten nicht Steine und Baumstämme wie wir, nein, sie zogen sich in den Wald zurück, um tagelang zu meditieren! Das wäre nichts für mich. Und so zeigt sich wieder, wie weise die Odûn entscheiden: sie kennen das Herz der Menschen.

Neben meiner Ausbildung zur Stammeskriegerin half ich meinem Vater bei der Rinderzucht. Im Frühjahr trieben wir die Herden auf die Sommerweide in die Berge. Im Herbst ging es dann zurück auf die Winterweiden, die etwas südlicher liegen. Ich lernte die Kühe zu melken und die Bullen zu treiben. Ich zog Kälber von Hand auf und lernte, einige Rinderkrankheiten zu behandeln. Meine Ausbildung begann jedoch sehr spät in meinem Leben, weswegen ich nur wenige Kenntnisse besitze. Etwa zu der Zeit, als mein Vater mich das erste Mal die Bullen treiben ließ, durfte ich mit ihm und Tjalf nach Nyellin zu den Wettkämpfen der Gjalskerländer ziehen. Ich konnte mein Glück kaum fassen. Es war ein einziger Rausch, 3 Tage lang kämpften, aßen und erzählten wir. Und dann kam die große Überraschung: Der Brenoch-Dûn verkündete, dass ich in meiner Altersklasse das Baumstammweitwerfen und Steineschleppen gewonnen hatte! Ich war so stolz! Als ich nach Hause kam, gab es zu meinen Ehren ein großes Fest und mein Vater schenkte mir meine Wurfbeile, die ich noch heute bei mir trage.

Mit 18 Sommern wurde ich zur Stammeskriegerin des Haerads der großen Bärin geweiht. Im rituellen Kampf mit dem Bären, der nur sehr selten durchgeführt wird, gewann meine Freundin Thorkatla Angasdottir. Sie wurde zur neuen Anführerin der Stammeskrieger. Sehr schnell gab es auch Arbeit für uns: Mehrere Orkhorden überfielen unseren Haerad, doch wir konnten ihnen standhalten. Mehrere Monde lang kamen die Horden, doch als dann endlich Frieden einzog in unserem Tal ließ die Branacha-Dûn ein großes Fest zu Ehren Naturu-Gons und der großen Bärin ausrichten. Die Geister waren uns hold, all die Jahre.

Doch im Sommer nach dem Fest kehrten die Orks zurück - sie mussten aus ihren Fehlern gelernt und sich zusammengerottet haben. Ich war im Dorf zurück geblieben, die meisten meiner Sippe waren beim Treiben der Rinder, andere scherten unsere Schafe. Eine Gruppe von Kriegern befand sich auf der Reise in den Nachbarhaerad, um eine Verbindung auszuhandeln. Meine Aufgabe war es, die 3 kleine Kinder unseres Dorfes zu beschützen. Eigentlich eine leichte Aufgabe. Als die ersten Orks das Dorf betraten, nahm ich meine Orknase - die ich zur Weihe bekommen hatte - und machte mich auf einen heftigen Kampf bereit. Mehrere der Angreifer konnte ich töten, bis ich in Blutrausch verfiel. Als ich aus meiner Ohnmacht aufwachte, lag ich in unserer Hütte. Meine Mutter hatte mich gefunden und in mein Lager getragen. Das Brüllen der Orks war verschwunden, doch da war ein Schreien und Wimmern außerhalb, dass ich genau ahnte, was passiert war. Die Bestien hatten die 3 Kinder umgebracht. Unter die Schreie der Frauen mischte sich das Brüllen einiger unserer Männer, die schworen, alle Orks zu vernichten. Die Branacha-Dûn konnte sie gerade noch zurückhalten, in die Berge zu ziehen. Als ich all das realisiert hatte, mein Versagen, meine Niederlage, konnte ich vor Wut nur noch schreien. Ich wollte aufspringen, doch meine Beine gaben unter mir nach und meine Mutter legte mich wieder auf die Felle: "Du hast alles gegeben, Korja. Keiner von uns hätte es geschafft.". Bevor ich noch antworten konnte, betrat die Branacha-Dûn unsere Hütte. Meine Mutter zog sich auf die Langbank zurück und Sindara Trolskesdottir trat an mein Lager. "Korja.", ihre Augen redeten mehr als ihr Mund, so war es schon immer. "Deine Mutter hat recht, du hast alles gegeben. Wir hätten dich nicht alleine zurücklassen sollen... Ich gebe dir jetzt einen Kräutertrunk, damit du wieder zu Kräften kommst. Du wirst eine Weile schlafen.". Ich schlief drei Tage lang. Im Haerad wussten inzwischen alle, dass das Größte der Kinder, Hjaelgira Iskrasdottir, die zukünftige Branacha-Dûn gewesen war. Sindara hatte es offenbart. Als ich es erfuhr, fühlte ich die Nachtschwarze nach meinem Herzen greifen. Ich hatte versagt! Mein Odûn musste mich verlassen haben. Als ich wieder gehen konnte, musste ich mit der Branacha-Dûn reden. Ich war dieses Haerads nicht wert! Ich wollte nur noch weg, um meine Sippe nicht mit meiner Schande zu belasten. Sindara erzählte mir, sie habe bereits Kontakt zu meinem Odûn aufgenommen. Er habe ihr meinen Weg gezeigt. Im Namen meiner Sippe gab sie mich frei. Und so nahm ich Abschied von meiner Sippe. Von Sindara erhielt ich ein besprochenes Schafffell, das mit einem Schutzspruch geweiht war. Ich zog in die Berge, um mich mit den Geistern zu versöhnen. Meinen Körper schmückte ich mit heiligen Symbolen, räucherte Kräuter, die mir die Branacha-Dûn mitgegeben hatte, und nahm Kontakt auf zu den Ahnen. Ich bat sie, mir zu verzeihen, mich zu prüfen und dann in den Haerad zurückzuschicken. Meine Sippe fehlte mir, noch nie war ich solange von ihnen getrennt, doch meine Schuld lastete noch schwerer auf mir als die Sehnsucht. Mehrere Monde verbrachte ich in den Bergen, bis mir die große Bärin begegnete. Sie gab mir eine Aufgabe: In Aventurien webte die Nachtschwarze ihre Netze, ich sollte ihre Kinder, die Mochûla bekämpfen. So glücklich ich war, dem Odûn des Haerads zu begegnen, so verzweifelt war ich in Anbetracht der Aufgabe. Ihr müsst verstehen: Ich bin zwar in der Tradition meiner Sippe erzogen wurden, aber wie meine Großmutter schon sagte: Den Frauen unseres Blutes liegt der Kontakt mit den Geistern nicht. Und gleiches gilt für den Kampf gegen die Mochûla. Es ist ein Kampf gegen Geister. Wie sollte ich da bestehen, die ein Leben lang nur gegen Orks und Thorwaler gekämpft hatte?! Diese Aufgabe ist einer Heldin würdig. Ich werde sie annehmen.

 

 

Glossar

Elenviner Vollblut = Pferderasse aus dem Westen Aventuriens
Rastar "Ogerschreck" ben Movred = Gjalskerländer Kriegsveteran
Haerad = Sippengemeinschaft der Gjalskerländer
Gjalska = Fluß im hohen Norden Aventuriens
Die Nachtschwarze = Personifizierung des Bösen in Form einer riesigen Spinne
Sindara = große Muttergöttin
Zwanfir = Totengott, großer Wal
Odûn = Tiergeist, den jeder besitzt, Krafttier
Durro-Dûn = Tierkrieger
Branacha-Dûn = Schamanin
Wettkämpfe in Nyellin = ähnlich den Highland Games in Schottland
Brenoch-Dûn = Schamane
Mochûla = Kinder der Nachtschwarzen